"Shogi", das japanische Schach, "XiangQi" (gesprochen: "Hsiangtschi") das chinesische Schach, und das vornehmlich im Westen bekannte "Schach" haben alle Ihren Ursprung im indischen Tschaturanga. Der östliche Ableger von Tschaturanga soll ungefähr im 8.Jhdt. n.C. von China nach Japan gekommen sein, wo es sich als japanische Variante zum Shogi entwickelt hat. Shogi in der Form, wie wir es heute kennen, ist seit dem Ende des 16. Jahrhunderts bekannt. Der Shogun Tokugawa Ieyasu führte um 1600 ein jährliches Turnier auf seinem Schloss in Edo (heute Tokyo) ein. Während der Edo-Ära von 1603 bis 1868 gab es nur drei Familien, die Shogi spielten, und der Meister des Spiels hieß Meijin. Meijin (名人), wörtlich übersetzt, bedeutet "geistvoller Mensch", oder einfach "Experte". Doch dieser Titel konnte nur vererbt werden, und erst seit 1937 kann man den Meijin-Titel im Shogi bei richtigen Wettkämpfen erwerben. Der derzeitige Meijin-Titelhalter des wichtigsten japanischen Profiturniers ist Habu Yoshiharu 9.dan.
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